Sommeranlass 2026 - Hopfen, Malz und Salz
Bericht Sommeranlass VSB
Für unseren Sommeranlass besuchten wir dieses Jahr das schönste Schloss der Schweiz: das Feldschlösschen in Rheinfelden. Wobei ‘Schlösschen’ eine gut schweizerische Untertreibung ist. Wir durften auf dem beeindruckenden Betriebsareal ein Stück Industriegeschichte sehen und erleben. Die Vergangenheit ist immer noch sehr lebendig, seien es die Brauereipferde, die immer noch in der Stallung auf dem Areal leben und wöchentlich Bier nach Rheinfelden liefern, oder die wunderschöne Brauhalle, deren Innenleben zwar modernisiert wurde, aber sonst soweit möglich im Originalzustand belassen wurde. Einer der wohl stilvolleren Arbeitsplätze, die es in der Schweiz gibt. Auch wenn das gewisse jährliche Putzarbeiten mit sich bringt, wie das Polieren der wunderschönen Kupferabdeckung. Wobei wir erfahren durften, dass Putzen ein Grossteil des Brauerei Handwerks ausmacht. Eine Gemeinsamkeit, die wir Betontechnologen mit den Brauern haben…
Wir lernten wissenswertes über Hopfen, Malz und Hefe, nebst Wasser die einzigen Zutaten, aus denen Bier gebraut wird. Die Farbe des Bieres wird beispielsweise mit dem Mälz Grad der Gerste bestimmt, sowie natürlich der Geschmack. Nur vier Zutaten und doch eine erstaunlich grosse Vielfalt an Rezepten und Sorten. Eine weitere Gemeinsamkeit mit Beton… Die Vielfalt konnten wir am Schluss der Führung bei der Bier Degustation erleben und erschmecken. Da konnten wir noch etwas anwenden, das wir auf der Führung gelernt hatten: Dank der Pasteurisierung ist Bier zwar praktisch endlos haltbar, die grössten Feinde des Geschmacks sind jedoch Sauerstoff und UV-Licht, deshalb sollte man es schnell trinken!
Nach einem feinen Mittagessen im lauschigen Biergarten ging es weiter nach Möhlin in die Saline Riburg. Dort erfuhren wir, dass die Salzsuche früher eher Zufall war, die Bohrungen richtige Knochenarbeit und die Schweizerhalle nach der Salzgewinnung und nicht einer Bedachung benannt ist. Hal(l) stammt aus dem Germanischen mit der Bedeutung Saline. Beeindruckend war auch der Salzdom mit seiner Holzkuppelkonstruktion. In Riburg gibt es zwei davon, so hat es Platz für 240'000 t Auftausalz. Damit kann die Schweiz zwölf extreme Winterwochen in Folge gut überstehen, wie wir bei einer Lasershow, die auf den Salzberg projiziert wurde, sehen konnten.
Die heutige Anlage ist stark technisiert, der Verlad findet weitgehend ohne Personal statt, die Chauffeure der Tanklastwagen wählen den Verlad über Touchscreens an. Das im Unterschied zum Betonverlad, es gibt zwar Betontankstellen als Selbstbedienung, das sind aber eher Ausnahmen.
Es war ein abwechslungsreicher und heisser Sommeranlass. Der Vorstand freute sich über die zahlreiche Teilnahme und die regen Diskussionen.